Mittwoch, 2. Juli 2008

Safari njema - und weiter geht die Reise!

Nach 7 schönen Wochen in der lutheranischen Sprachschule ELCT hier in Morogoro geht unsere Reise morgen nun weiter. Es gilt wieder all unser Hab und Gut in unseren Landi zu quetschen, von vielen uns lieb gewordenen Menschen Abschied zu nehmen, unsere 3 Kids gut anzugurten und los geht es in aller Herrgott Frühe. Die ersten 200 km bis nach Dar es Salaam wollen wir in den frühen Morgenstunden hinter uns bringen, wenn die Kids noch am Schlafen/Dösen sind. In Dar gibt es sogar ein grosses Shoppingcentre, wo wir das eine oder andere einkaufen werden, was man sonst im Land nicht bekommt, dann schauen wir noch ein Guesthouse an und treffen einen Vineyardpastor, bevor wir noch vor Mittag die weiteren ca. 300 km (wovon 150 km in schlechtem Zustand ist) in Angriff nehmen. So hoffen wir noch vor dem Eindunkeln in Kilwa am indischen Ozean anzukommen, wo wir 2 Nächte am Meer verbringen werden (Premiere für Timea und Jael!). Dann fahren wir wieder ins Landesinnere bis zu einem Kloster von deutschen Mönchen, übernachten da, und nehmen am Folgetag die restlichen paar Hundert Kilometer unter die Räder, nun nur noch über Naturstrassen (little Paris-Dakar-Rallye!). So sind wir froh, dass wir einen sehr guten Landrover im Stall haben, der uns sicher und ohne zu murren bis nach Mbesa nahe der Grenze zu Mosambique führen wird. Danke für alle begleitenden Gebete!
(Micha ist momentan ein begeisterter Zeichner: hier sein Kunstwerk zur morgigen Reise!)

Dienstag, 1. Juli 2008

God is in control!

Vor 3 Tagen wanderten wir als Familie zu einem Waisenhaus am Fusse der Morogoro-Berge. Da wir bereits ziemlich erschöpft waren, holte uns ein Freund mit unserem Landi ab. Unterwegs kam er in eine Polizeikontrolle und es fehlte ein Versicherungsausweis (die ganze Frontscheibe ist mit solchen Aufklebern geschmückt!). Sue und ich waren aber überzeugt, dass wir diese Unfallversicherung sicherlich hatten, zumal wir den Landi ja erst vor 2 Monaten aus besten Händen übernommen haben. Wir vermuten, dass er sich gelöst und unbemerkt das Weite gesucht hat.
So bezahlten wir die Busse und nun galt es innert 3-4 Tagen bis zu unserer Abreise wieder so einen Versicherungsaufkleber aufzutreiben. In der Schweiz kein Problem, hier möglicherweise ein Grösseres! Am Montagmorgen schickte ich ein email nach Mbalizi, da dort unsere ganzen Dokumente sicher gelagert sind. Susanna Joos (Asante sana!) konnte innert eines Tages so ein Ding auftreiben (kostete allerdings 50'000 TSH = 50sFr), und oh Wunder: heute brachten es Lydia Maag und Susi Steffen auf dem Weg nach Dar es Salaam uns direkt vorbei! Und wir wussten bis heute morgen noch nicht einmal etwas von ihrer Reise! Auf dem Postweg hätte es nie und nimmer gereicht! So können wir getrost übermorgen losfahren mit allen nötigen Versicherungsausweisen!
GOD IS IN CONTROL!!!



Anita - die beste Nanny der Welt!

Wir sind so dankbar für "unsere" Anita, die einen super Job macht und wunderbar zu unseren Kids schaut. So ist es überhaupt möglich, dass wir jeden Tag mehrere Stunden am Sprachunterricht teilnehmen können. Sie hat zwischenzeitlich auch schon den ganzen Kindergarten geschmissen, wenn die zuständige Lehrerin in den Ferien war. Leider wird sie mitte Juli wieder in die Schweiz zurückkehren - wir hätten sie gerne noch länger bei uns gehabt.
Doch zuerst reisen wir nun noch alle zusammen der Küste entlang gegen Süden und geniessen 2 Ferientage am indischen Ozean!

In der wunderschönen Bergwelt von Morogoro

Zum vorläufig letzten Mal erlebten wir einen wunderschönen Sonntagnachmittagsausflug in die Uluguru-Berge, an deren Fuss die Stadt Morogoro liegt, wo wir noch wenige Tage in der Sprachschule am Kisuahililernen sind.
Die Strasse führt aus der Stadt heraus, hinauf in verschiedene Täler. Bald schon sind die Strassenverhältnisse so schlecht, dass man nur noch mit einem Geländewagen weiterkommt. So geht es weiter durch kleine Dörfer mit ihren Dukas (Dorfladen), vorbei an spielenden Kindern, die sich über den unerwarteten Besuch von "Mzungus" (Fremde, Weisse) freuen, immer weiter hinauf bis die ursprüngliche Strasse nur noch ein schlechter Gehweg ist. Neben einem herabgekommenen Schulgebäude und einer kleinen Moschee lassen wir unser Auto unter Aufsicht stehen. Ein Guide ist schnell gefunden, denn alle möchten ein Sonntagssackgeld verdienen. Durch Bananenheine, über etwas morsche Brücken, entlang eines wunderschönen Flusses geht der Aufstieg immer höher. Die Kids haben ihre Freude am Wandern, Micha immer voraus und Timea nicht weit hintendrein. Wo immer möglich wird hinaufgeklettert! Wir besuchen eine kleine Fischzucht, die in die steilen Berghänge hineingegraben wurde und beobachten Frauen beim Herstellen von kleinen Lehmrollen. Timea wollte am liebsten gleich selber mitkneten.
In einer besonders schönen Shamba begrüsst uns ein "Mzee" (älterer Herr), auch er freut sich an den Kindern und schenkt uns Bananen und Passionsfrüchte. Dann bringt er uns eine ganze Sammlung von uralten Münzen, die meisten noch aus der deutschen und englischen Kolonialzeit stammend. Er strahlt, als wir ihm einige davon abkaufen (fürs Museum von Markus Lehner). Gerne wären wir noch länger geblieben, doch da es immer bereits nach 18.00h eindunkelt, machten wir uns gestärkt auf den Rückweg mit wunderschönem Blick auf die Morogoro-Ebene in der untergehenden Sonne. Diese einmalige Gegend und die Freundlichkeit der Bergbewohner werden wir vermissen!

Sonntag, 29. Juni 2008

Karibuni sana auf unserem Blog!

Herzlich willkommen auf unserer Blogsite. Auch wir wollen die Vorzüge der Technik nutzen, um in die weite Welt der Kommunikation zu gelangen. Besonders da wir nun seit 2 Monaten im fernen Tanzania weilen, möchten wir hierdurch immer wieder Berichte und Erfahrungen aus dem täglichen Leben, Gedanken und Diskussionspunkte veröffentlichen. Wir freuen uns über alle Kommentare und sonstigen Rückmeldungen. Bei Interesse an unserer Arbeit vor Ort freuen wir uns über Kontaktaufnahme mit uns.
Es gibt auch einige Bilder online, die über diesen Link angeschaut werden können (www.picasaweb.google.com/kemmlerfamily).