Dienstag, 1. Juli 2008

In der wunderschönen Bergwelt von Morogoro

Zum vorläufig letzten Mal erlebten wir einen wunderschönen Sonntagnachmittagsausflug in die Uluguru-Berge, an deren Fuss die Stadt Morogoro liegt, wo wir noch wenige Tage in der Sprachschule am Kisuahililernen sind.
Die Strasse führt aus der Stadt heraus, hinauf in verschiedene Täler. Bald schon sind die Strassenverhältnisse so schlecht, dass man nur noch mit einem Geländewagen weiterkommt. So geht es weiter durch kleine Dörfer mit ihren Dukas (Dorfladen), vorbei an spielenden Kindern, die sich über den unerwarteten Besuch von "Mzungus" (Fremde, Weisse) freuen, immer weiter hinauf bis die ursprüngliche Strasse nur noch ein schlechter Gehweg ist. Neben einem herabgekommenen Schulgebäude und einer kleinen Moschee lassen wir unser Auto unter Aufsicht stehen. Ein Guide ist schnell gefunden, denn alle möchten ein Sonntagssackgeld verdienen. Durch Bananenheine, über etwas morsche Brücken, entlang eines wunderschönen Flusses geht der Aufstieg immer höher. Die Kids haben ihre Freude am Wandern, Micha immer voraus und Timea nicht weit hintendrein. Wo immer möglich wird hinaufgeklettert! Wir besuchen eine kleine Fischzucht, die in die steilen Berghänge hineingegraben wurde und beobachten Frauen beim Herstellen von kleinen Lehmrollen. Timea wollte am liebsten gleich selber mitkneten.
In einer besonders schönen Shamba begrüsst uns ein "Mzee" (älterer Herr), auch er freut sich an den Kindern und schenkt uns Bananen und Passionsfrüchte. Dann bringt er uns eine ganze Sammlung von uralten Münzen, die meisten noch aus der deutschen und englischen Kolonialzeit stammend. Er strahlt, als wir ihm einige davon abkaufen (fürs Museum von Markus Lehner). Gerne wären wir noch länger geblieben, doch da es immer bereits nach 18.00h eindunkelt, machten wir uns gestärkt auf den Rückweg mit wunderschönem Blick auf die Morogoro-Ebene in der untergehenden Sonne. Diese einmalige Gegend und die Freundlichkeit der Bergbewohner werden wir vermissen!

Keine Kommentare: